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Digitale Schlussprüfung ABU

Als erster Kanton der Schweiz werden an den Luzerner Berufsschulen die Schlussprüfungen im Allgemeinbildenden Unterricht flächendeckend digitalisiert. Für die Lernenden als auch für die Lehrpersonen wird der Prüfungsprozess dadurch wesentlich vereinfacht.

Stimmen zum Projekt
Andreas Züsli, ABU Lehrperson, BBZB, Luzern Bahnhof

«Digitale Prüfungsformen sind zeitgemäss, um den Lernenden gerecht zu werden. Zudem reflektieren sie die Anforderungen der Berufswelt.»

Stimmen zum Projekt
Severin Schürch,  ABU Lehrperson, BBZG, Sursee

«Poolaufgaben als Teil dieses Projektes zu erstellen und zu überarbeiten war für mich sehr spannend und lehrreich. Es freut mich, damit einen Beitrag zur Digitalisierung der ABU Schlussprüfung geleistet zu haben.»

Ausgangslage

Im Kanton Luzern absolvieren jährlich rund 3'000 Lernende ihre Abschlussprüfung im Fachbereich Allgemeinbildender Unterricht (ABU). Bislang erfolgte die Prüfung in Form von ausgedruckten Fragebögen. Die anschliessende Auswertung erforderte viel Zeit und Ressourcen, weil jede Prüfung einzeln korrigiert werden musste.

Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat die Dienststelle Beruf- und Weiterbildung 2018 das Projekt «Digitale Schlussprüfung im Allgemeinbildenden Unterricht» gestartet. Als erster Kanton überhaupt werden in Luzern damit die ABU-Schlussprüfungen flächendeckend digitalisiert. Indem die Prüfungsfragen direkt am Computer beantwortet werden, profitieren die Lehrpersonen als auch die Lernenden von wesentlichen Vorteilen:

  • Durch die Digitalisierung wird der Grossteil der Fragen automatisch ausgewertet und die Lehrpersonen werden beim Korrigieren entlastet.
  • Weil der digitale Frage-Pool kantonal erarbeitet wird, müssen die Lehrpersonen die Prüfung nicht mehr selbst erstellen und können Ressourcen sparen.
  • Alle Lernenden arbeiten per Zufallsgenerator mit dem gleichen digitalen Frage-Pool. Dadurch wird die Prüfung kantonal vereinheitlicht und die Chancengerechtigkeit an allen Berufsschulen gewährleistet.
  • In Form von digitalen Prüfungssimulationen können die Lernenden Prüfungsfragen vorgängig üben und sich besser darauf vorbereiten. 

Projektziele

Ziel des Projekts ist, die ABU-Schlussprüfung an sämtlichen Berufsschulen im Kanton Luzern zu digitalisieren. Weil die Prüfung aus unterschiedlichen Teilen besteht, wird das Projekt auf zwei Etappenziele aufgeteilt:

1. Phase: Der erste Teil der Prüfung wird digitalisiert. Dieser testet mittels Wissens- und Verständnisfragen grundlegende Kenntnisse der Allgemeinbildung. Diese Fragetypen lassen sich relativ einfach digitalisieren.

2. Phase: In einem weiteren Schritt wird geprüft, inwiefern sich der zweite Teil der Prüfung in eine digitale Form bringen lässt. Dieser enthält im Gegensatz zum ersten Prüfungsteil komplexere Fragetypen, die umfassendere Zusammenhänge prüfen und mehr Freitext enthalten.

Strategie 2023: Dieses Projekt entspricht dem strategischen Handlungsfeld 1 Neue Bildungsformate entwickeln der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW).

Abgeschlossenen Meilensteine

Oktober 2018: Der Startschuss ist gefallen
Im Spätherbst 2018 konnte das Projekt «Digitale Schlussprüfungen» gestartet werden. Mit «e-tutor» wurde eine Prüfungssoftware gefunden, mit der sich der erste Teil der Prüfung innert Kürze digitalisieren liess.

Mai 2019: Geglückte Premiere
Bereits im Frühjahr 2019 konnte mit allen Lehrabgängern im Kanton Luzern der erste Teil der ABU-Schlussprüfung erstmals in digitaler Form durchgeführt werden. Der Versuch ist erfolgreich geglückt. Anhand der ersten Erfahrungswerte wurden die Prüfungsfragen im Nachhinein qualitativ überprüft und überarbeitet.

Dezember 2019: Prüfungsplattform auch als Übungstool verwendbar
Seit Ende 2019 steht den Lernenden der Abschlussklassen «e-tutor» zusätzlich als Übungsplattform für den ersten Prüfungsteil zur Verfügung. So können sie sich mit dem Prüfungstool vorgängig vertraut machen.

März 2020: Prüfungssimulation ist verfügbar
Anfang März 2020 sind die ersten Probeprüfungen, die nun jährlich stattfinden, auf «e-tutor» durchgeführt worden. Dies ermöglicht den Lernenden eine Standortbestimmung vor dem Ernstfall.

Weitere Schritte

Mai 2021: Der zweite Durchlauf steht bevor
Aufgrund der Covid-19-Pandemie sind die Schlussprüfungen 2020 ausgefallen. Deshalb steht im Mai 2021 der zweite Durchlauf der digitalen Schlussprüfung bevor. Im Januar 2021 lanciert die ABU Steuerungsgruppe ein Projekt, um zudem den zweiten Teil der Prüfung zu digitalisieren. Der genaue Zeitplan dazu wird im Rahmen des BKD Projektes «Digitales Prüfen» definiert.

Ab 2023: Neues Prüfungstool im Einsatz
Das Bildungs- und Kulturdepartement führt parallel ein eigenständiges Projekt zum Thema «Digitales Prüfen» durch. Ziel ist, Tests an sämtlichen kantonalen Schulen mit dem Prüfungstool moodle zu digitalisieren. Um an allen Schulen ein einheitliches Tool im Einsatz zu haben, werden die digitalen ABU-Schlussprüfungen deshalb ab 2023 auf «moodle» migriert.

Ansprechpartner

Projektleitung: Daniel Preckel
Stv. Dienststellenleiter / Leiter Schulische Bildung
E-Mail

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