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FaBe 21 – innovative Lernumgebung

Mit «FaBe21» realisiert der Kanton Luzern ein Innovationsprojekt, das die Ausbildung für Fachfrauen und Fachmänner Betreuung (FaBe) grundlegend erneuert. Der Unterricht geht weg vom traditionellen Klassenzimmer hin zum digitalisierten und begleiteten selbstorganisierten Lernen.

Esther Fischer
Esther Müller, Geschäftsführerin zodas, Emmenbrücke

 «Die Qualität der Ausbildung ist für das Erwerben von Fachkompetenzen sehr bedeutsam. Das gesamte Berufsfeld Soziales und somit schlussendlich die betreuten Menschen, profitieren davon. Das innovative Unterrichtskonzept FaBe 21, in Kooperation mit den überbetrieblichen Kursen und der Abstimmung mit der betrieblichen Bildung, leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.»

Nicola Snozzi, Rektorin BBZG
Nicola Snozzi, Rektorin BBZG, Sursee

«Mit dem Unterrichtskonzept von FaBe21 können die Lehrpersonen viel individueller auf die Lernenden eingehen. Diese arbeiten in ihrem eigenen Lerntempo und übernehmen gleichzeitig mehr Eigenverantwortung.»

Ausgangslage

Die Bildungsverordnung und der Bildungsplan der Ausbildung Fachfrau/Fachmann Betreuung werden durch den Bund auf das Schuljahr 2021/22 erneuert. In diesem Zusammenhang wird die gesamte Ausbildung überarbeitet und den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Das Berufsbildungszentrum Gesundheit und Soziales des Kantons Luzern (BBZG) nutzt die Gelegenheit, um die schulische Ausbildung grundlegend weiterzuentwickeln. Der Unterricht soll moderner und zeitgemässer gestaltet werden und in einer innovativen Lernumgebung stattfinden. Um das Ausbildungskonzept zu überarbeiten, wurde das Projekt «FaBe 2021» gestartet. In Zusammenarbeit mit der OdA, zodas sowie den Lehrbetrieben realisiert der Kanton Luzern damit ein Leuchtturmprojekt, das die Ausbildung FaBe grundlegend neu denkt und ins digitale Zeitalter führt.

Visualisierung, Unterrichtskonzept und Erklärvideo

Projektziele

Ziel des Projekts ist, dass angehende Fachfrauen und Fachmänner Betreuung während ihrer Schulzeit selbstorganisierter und vernetzter lernen können. Dabei werden sie von Lehrpersonen begleitet und gecoacht. Das Kernstück des neuen Ausbildungskonzepts ist eine moderne, digitale Plattform. Darin enthalten sind digitale Lernlandschaften mit Lernpfaden, die das individuelle Lernen fördern.

Ein Unterrichtstag soll künftig völlig neugestaltet werden: Nach einer Einstiegsphase im Klassenzimmer arbeiten die Lernenden übers Notebook und Smartphone selbstständig an verschiedenen Stationen im Schulgebäude an ihren Lernpfaden. Parallel dazu finden Inputveranstaltungen statt, in denen die Lehrpersonen gemeinsam mit den Lernenden Wissen aufbauen. Während den selbstorganisierten Phasen werden die Lernenden durch ein Lerncoaching begleitet.

Dies verändert auch die Rolle der Lehrpersonen grundlegend. Deshalb wird zusätzlich ein entsprechendes Weiterbildungskonzept erarbeitet. Ziel ist, dass das neue Ausbildungskonzept ab Schuljahr 2021/22 für alle Lernenden des 1. Lehrjahres in Kraft tritt. Bis Sommer 2024 soll die Ausbildung FaBe für sämtliche Stufen und Fachrichtungen erneuert sein.

Strategie 2023: Dieses Projekt entspricht dem strategischen Handlungsfeld 5 Neue Bildungsformate entwickeln der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW).

Abgeschlossene Meilensteine

Juli 2020: Der neue Schullehrplan liegt vor
Im Sommer 2020 wurde der neue Schullehrplan fertiggestellt. Er bildet die Grundlage für ein neues, zukunftsorientiertes Ausbildungskonzept.

September 2020: Die Vorarbeiten sind abgeschlossen
Die Konzeptionsphase und Ressourcenplanung konnten im Herbst 2020 abgeschlossen werden. Mit «next:classroom» wurde eine digitale Lernplattform ausgewählt, die bereits an mehreren Schulen erfolgreich im Einsatz ist. In Zusammenarbeit mit der PH Luzern hat das BBZG zudem die Erarbeitung eines Konzepts gestartet, welches wissenschaftliche Erkenntnisse für den Unterricht für die Welt von morgen einbezieht.

Weitere Schritte

Sommer 2021: Start des neuen Ausbildungskonzepts
Damit das erste Lehrjahr im Schuljahr 2021/22 mit der neuen Ausbildung beginnen kann, erarbeiten Lehrpersonen bis Sommer 2021 die entsprechenden Lerninhalte für die digitale Plattform. Auch die analoge Lernumgebung wird verändert, sodass die Lernenden künftig an verschiedenen Orten im Schulgebäude selbstorganisiert lernen können.

Herbst 2021: Die Unterrichtsinhalte werden weiter ausgebaut
Nach dem Start der ersten Stufe werden ab Herbst 2021 die neuen Unterrichtsinhalte für das zweite und dritte Lehrjahr erarbeitet.

Ansprechpartnerin

Projektleiterin: Nicola Snozzi
Rektorin BBZG
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