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CAS «ICT & Instructional Design Berufsbildung»

Damit Lernende auf die digitalen Entwicklungen im Arbeitsmarkt vorbereitet sind, braucht es neue und innovative Ausbildungssettings. Um Berufsbildungsverantwortliche bei der kreativen Nutzung digitaler Medien und der Unterrichtsgestaltung zu unterstützen, hat die PH Luzern einen neuen CAS-Lehrgang entwickelt.

Daniel Degen

Daniel Degen, Leiter CAS «ICT & Instructional Design Berufsbildung», PHLU

«Es ist unser Auftrag, guter und lernwirksamer Unterricht zu planen und umzusetzen, der die Lernenden dazu befähigt, im heutigen Zeitalter der digitalen Kultur leben und arbeiten zu können. Das CAS unterstützt Berufsbildungsverantwortliche dabei, neue und innovative Ausbildungssettings zu entwickeln und digitale Medien dort zu integrieren, wo sie den Lernenden einen Mehrwert bieten.»

Barbara Schwegler

 Barbara Schwegler,  Lehrperson BBZG und  Absolventin des CAS

«Die Nutzung von digitalen Medien birgt grosses Potential für die Umsetzung eines lernwirksamen und relevanten Unterrichts. Im CAS konnte ich immer wieder in die Perspektive meiner Lernenden eintauchen und für mich mitnehmen, mit wie viel Anleitung und Begleitung sie von welchem Medium den grössten Nutzen für ihren Lernprozess ziehen können.»

Ausgangslage

Die Digitalisierung schreitet in vielen Berufsbereichen schnell voran. Täglich kommen neue Technologien auf den Markt, die neue Kompetenzen bei den Arbeitnehmenden erfordern. Ein zentraler Auftrag der Berufsbildung ist es deshalb, die Lernenden auf den Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Jugendlichen wissen, wie die verschiedenen Medien und Tools zu bedienen sind, sondern auch lernen, diese kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Damit diese Kompetenzen in der Berufsbildung besser gefördert werden können, wuchs bei den Berufsfachschulen im Kanton Luzern in den letzten Jahren das Bedürfnis nach zusätzlichen Weiterbildungsangeboten für Lehrpersonen und Ausbildungsverantwortliche.

Aus diesem Grund hat die PH Luzern 2019 ein neues CAS-Programm «ICT & Instructional Design Berufsbildung» konzipiert. Dieser Lehrgang soll Berufsbildungsverantwortlichen dabei helfen, innovative Unterrichtssequenzen unter Einbezug digitaler Medien und Tools sinnvoll zu planen und umzusetzen. Die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW) unterstützt das Weiterbildungsangebot finanziell und arbeitet eng mit der PH Luzern zusammen. Beide verfolgen das Ziel, das Thema Digitalisierung und damit verbundene Kompetenzen noch mehr in der Berufsbildung zu integrieren.

Projektziele

Das CAS-Programm richtet sich an Berufsbildungsverantwortliche von allen Lernorten: Dazu zählen Lehrpersonen an Berufsfachschulen, ÜK-Instruktoren sowie Berufsbildende in Unternehmen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden während des sechsmonatigen Lehrganges lernen, auf Basis ihrer individuell definierten Unterrichtsziele innovative Ausbildungssettings zu gestalten und umzusetzen. Digitale Tools werden dabei als zusätzliche und ergänzende Hilfsmittel verstanden, die wo immer es Sinn macht, in die Ausbildung der Lernenden integriert werden sollen.

Ein ähnliches Weiterbildungsangebot gibt es bislang an den Pädagogischen Hochschulen in Bern, Zürich und St. Gallen. Das Besondere am Lehrgang der PH Luzern ist, dass er am Lehrplan 21 anknüpft und die Teilnehmenden auf die bereits erlernten Kompetenzen der Schulabgänger/innen vorbereitet. Zusätzlich setzt das CAS-Programm einen besonderen Fokus auf den Bereich Visualisierung von Lehr- und Lerninhalten.

Strategie 2023: Dieses Projekt entspricht dem strategischen Handlungsfeld 6 Mitarbeitende befähigen neue Rollen einzunehmen der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW).

Abgeschlossene Meilensteine

Herbst 2019: Vorstudie und Konzept liegen vor
Bevor die genaue Ausrichtung des CAS festgelegt wurde, führten die Projektverantwortlichen im Sommer 2019 eine Bedarfserhebung bei Berufsbildungsverantwortlichen an allen drei Lernorten durch. Auf Basis der Ergebnisse wurde anschliessend ein Konzept erarbeitet, das im Hebst 2019 von der Hochschulleitung verabschiedet wurde.

Februar 2020: DBW ist mit an Bord
Nachdem die konkreten Module des CAS festgelegt wurden, sagte die DBW im Februar 2020 ihre finanzielle Unterstützung zu. Durch die kantonale Subvention können Lehrpersonen vergünstigt am CAS teilnehmen.

Juli 2020: Erste Klasse steht fest
Die Anmeldefrist für die erste Durchführung des CAS endete im Juli 2020. Die Nachfrage war so gross, dass eine komplette Klasse zusammengestellt werden konnte.

Herbst 2020: CAS startet in die erste Runde
Der neue Lehrgang ist im Herbst 2020 erfolgreich gestartet. Die erste Durchführung dauert noch bis Ende März 2021, Rückmeldungen werden bereits laufend eingeholt. Auch die DBW hat für die zweite Runde bereits wieder ihre finanzielle Unterstützung zugesagt.

Weitere Schritte

Nach der ersten Durchführungsphase soll das CAS-Programm weiterentwickelt werden. Ein Ziel ist, dass der Studiengang bereits einen Monat früher mit einem Onboarding startet, um die Teilnehmenden in den Bereichen «digitale Medien» und «Kompetenzorientierung» individuell auf ein ähnliches Niveau zu bringen, bevor das offizielle CAS-Programm startet. Zudem werden die Schwerpunkte der Module angepasst und der Fokus noch vermehrt auf die Videografie gelegt.

Ein weiterer Entwicklungsschritt sieht vor, mit dem CAS noch stärker die Berufsbildungsverantwortlichen aller Lernorte anzusprechen. Damit die Lernenden eine möglichst ganzheitliche Ausbildung erhalten, ist es zentral, dass Lehrpersonen, ÜK-Instruktoren und -Instruktorinnen sowie Berufsbildende im Lehrbetrieb kooperieren und gemeinsam auf die gleichen Lernziele hinarbeiten.

Ansprechpartner/in

Projektleiter: Daniel Degen
Leiter CAS «ICT & Instructional Design Berufsbildung»
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